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Beta 2 ist gestartet: der Teilnehmerkreis wird größer

Die zweite Beta-Phase von DrawingStamp Pro hat begonnen. Beta 1 lief seit Ende Juni im kleinen Kreis — wenige Betriebe, dafür enger Austausch. Diese Runde ist abgeschlossen. Beta 2 öffnet denselben Zugang für einen größeren Teilnehmerkreis, und die Anmeldung ist offen.

Was in Beta 1 passiert ist

Zum Start von Beta 1 trug die Anwendung die Versionsnummer 0.3.2. Heute steht sie bei 0.5.0 — dazwischen liegen knapp achthundert Builds. Diese Zahl sagt für sich genommen wenig; interessanter ist, wohin die Arbeit gegangen ist.

Die Erwartung zu Beginn war: Es geht darum, mehr Merkmale zu finden. Die Rückmeldungen aus dem Alltag haben den Schwerpunkt verschoben. Nicht der fehlende Stempel war das Problem — der fällt beim Durchsehen auf. Das Problem war der Stempel, der da ist, und hinter dem ein falscher Wert steht.

Ein fehlender Stempel fällt auf, ein falscher Wert nicht

Wer eine gestempelte Zeichnung durchgeht, sieht sofort, wenn ein Maß keine Nummer bekommen hat. Steht im Messplan dagegen die Nummer und daneben eine Zahl, die um eine Kleinigkeit danebenliegt, geht das durch — und taucht erst wieder auf, wenn jemand das Falsche misst. Genau dorthin ist die Arbeit der letzten Monate gegangen: nicht in die Frage, ob ein Merkmal gefunden wird, sondern ob der Wert dahinter stimmt.

Das Tückische an solchen Fällen ist, dass die Anwendung sich bei ihnen sicher war. Sie traten also genau dort auf, wo man nicht nachsieht. Deshalb steht in den Release-Notizen zu jeder Beta-Auslieferung inzwischen ein eigener Abschnitt darüber, worauf in dieser Runde besonders zu achten ist — und nicht nur eine Liste dessen, was neu ist.

Weniger stempeln ist manchmal die Verbesserung

Nicht jede Zahl auf einer Zeichnung ist ein Prüfmerkmal. Angaben, die von der Konstruktion stammen und nicht geprüft werden, gehören nicht in die Merkmalsliste — sie werden inzwischen zuverlässiger als solche erkannt und übergangen. Auf einer überarbeiteten Zeichnung kann das der Unterschied zwischen einem brauchbaren und einem aufgeblähten Prüfplan sein.

Was sonst dazugekommen ist

Die Exportsprache ist von der Oberfläche getrennt. Wer die Anwendung auf Deutsch bedient, kann einen englischen Prüfplan erzeugen, ohne dafür die Oberfläche umzustellen. Die Sprache gilt für den ganzen Messplan, nicht nur für die Spaltenüberschriften. Bewusst nicht übersetzt werden die zweisprachigen Beschriftungen des EMPB nach VDA-Form und die Feldnamen von AS9102. Das sind genormte Formblätter; übersetzt wären es nicht mehr dieselben.

Französisch ist als Entwurf dabei, bisher zu einem kleinen Teil übersetzt; was fehlt, erscheint auf Englisch statt leer. Der Menüeintrag sagt ausdrücklich „(Entwurf)“, und einen französischen Prüfplan sollte man vorerst nicht an einen Kunden geben — die Fachbegriffe sind noch nicht von einem Muttersprachler geprüft.

Der Werkzeugkasten für Zeichnungskorrekturen ist im Lauf von Beta 1 entstanden und inzwischen fester Bestandteil — er ist an anderer Stelle ausführlich beschrieben.

Was offen ist

Es bleibt genug zu tun, und die offenen Punkte stehen in den Release-Notizen, die zu jeder Beta-Auslieferung gehören. Wo eine Angabe auf der Zeichnung nicht eindeutig zu lesen ist, lässt die Anwendung die Lücke lieber stehen, als sie zu raten — eine erkennbare Lücke ist im Prüfplan das kleinere Übel als ein stiller halber Wert.

Das ist Teil des Programms: Wer testet, soll wissen, wo die Grenze gerade liegt — und das nicht erst beim Kunden merken.

Mitmachen

Die Beta ist kostenlos. Die Anwendung aktualisiert sich über eine eingebaute Update-Funktion selbst, neue Builds kommen also ohne Neuinstallation an. Welche Plattformen gerade ausgeliefert werden, steht auf der Downloadseite.

Der Ablauf bleibt schrittweise: Beta 1 ist abgeschlossen, Beta 2 läuft und nimmt Tester auf, Beta 3 öffnet später für weitere. Wer mitmachen möchte, trägt sich auf der Beta-Seite ein. Nützlich sind vor allem Rückmeldungen aus echter Arbeit an echten Zeichnungen — so ist der Schwerpunkt dieser Beta überhaupt erst entstanden, nicht am Schreibtisch.

Einen Überblick darüber, was die Anwendung kann und wo ihre Grenzen liegen, gibt die Seite Zeichnung stempeln.

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