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StampKit: die Merkmalserkennung als Baustein im eigenen System

Eine Frage kommt in Gesprächen immer wieder: „Können wir nur die Erkennung haben?“ Dahinter steht ein nachvollziehbarer Wunsch. Wer ein CAQ-System, ein ERP oder ein eigenes Portal betreibt, will seine Anwender nicht in ein zweites Programm schicken, nur damit eine Zeichnung nummeriert wird. Die Merkmale sollen dort entstehen, wo ohnehin gearbeitet wird. Genau dafür gibt es StampKit.

Der Kern, nicht die Kopie

StampKit ist der Erkennungskern von DrawingStamp Pro, herausgelöst in eine eigene Programmbibliothek. Wichtig ist uns dabei ein Punkt, der nach einer Formalie klingt und keine ist: Es handelt sich nicht um einen Nachbau des Verfahrens und auch nicht um einen eingefrorenen Zweitstand, sondern um denselben Code, der auch in der Anwendung selbst die Merkmale findet. Wer StampKit einbaut, bekommt jede Verbesserung an der Erkennung mit — und muss nicht damit rechnen, dass die eingebaute Variante mit den Jahren hinter der Anwendung zurückbleibt.

Eine Bibliothek statt eines Dienstes — und warum das der Punkt ist

Die naheliegende Bauweise wäre heute ein Web-Dienst: Zeichnung hochladen, Merkmale zurückbekommen. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden. StampKit ist eine native Bibliothek, die im Prozess der eigenen Anwendung läuft — kein Dienst, der gestartet werden muss, keine Datenbank, keine Netzverbindung. Angesprochen wird sie über eine bewusst schlanke C-Schnittstelle; alles, was eine C-Bibliothek laden kann, kann sie aufrufen, ob das eigene System nun in .NET, Java, Python oder C++ geschrieben ist. Windows, macOS und Linux werden gleichermaßen bedient.

Der eigentliche Grund für diese Bauweise ist aber kein technischer, sondern ein vertraglicher: Die Zeichnungen bleiben im Haus. Es gibt keinen Dienst, der Zeichnungen entgegennimmt, und keinen Weg, auf dem eine Zeichnung nach außen ginge. Bei Teilen unter Geheimhaltung ist genau das der Punkt, an dem eine Freigabe sonst hängen bleibt — und die Frage „Wo werden unsere Zeichnungen verarbeitet?“ beantwortet sich mit „auf unseren eigenen Rechnern“ deutlich schneller als mit einer Auftragsverarbeitungsvereinbarung.

Was hinten herauskommt

Aus einer technischen Zeichnung werden strukturierte Prüfmerkmale: Maße, Toleranzen, GD&T-Angaben und Oberflächenangaben — jeweils mit ihrer Position auf der Zeichnung, ihrer Kategorie und dem ausgewerteten Toleranzbereich. Was das eigene System daraus baut, bleibt dessen Sache: ein Prüfplan, eine Merkmalsliste, ein Datensatz in der eigenen Datenbank, ein Vorschlag zur Bestätigung durch den Prüfer. StampKit liefert die Daten, nicht die Oberfläche.

Drei Stellen, an denen sich das lohnt

  • Prüfplanung im CAQ: Die Planung startet mit vollständigen Merkmalsdaten statt mit einer Abtippliste. Das spart nicht nur Zeit — es verhindert vor allem die Zahlendreher, die beim manuellen Übertragen entstehen und später niemand mehr findet.
  • Kalkulation und Arbeitsvorbereitung: „Wie viele Prüfmerkmale hat dieses Teil?“ ist eine Frage, deren Antwort den Preis beeinflusst. Sie sollte vorliegen, wenn kalkuliert wird — nicht erst, wenn die Zeichnung im Messraum landet.
  • Messtechnik und eigene Portale: Merkmale samt Toleranzen wandern direkt in die Software der Koordinatenmessmaschine. Und weil die Erkennung zustandslos arbeitet, dürfen mehrere Zeichnungen gleichzeitig auf mehreren Kernen laufen — auch im Stapelbetrieb nachts.

Ehrlich gesagt: wo StampKit aufhört

StampKit ist der Erkennungskern, nicht die gesamte Kette. Das Lesen der Zeichnung — PDF, TIFF und die Texterkennung für Scans — gehört zur Lese-Schicht von DrawingStamp Pro und wird mitlizenziert. Und wie eine Anbindung konkret aussieht, hängt so stark vom Zielsystem ab, dass wir es hier nicht seriös versprechen können: Am Anfang steht deshalb immer ein Gespräch über den konkreten Fall — welches System, welche Art von Zeichnungen, welches Volumen. Ein Portal, das nachts ganze Zeichnungssätze durchrechnet, ist etwas anderes als eine Handvoll Zeichnungen am Tag in der Arbeitsvorbereitung. Aus demselben Grund steht auf der Lizenzseite kein Preisschild auf Verdacht, sondern Preis auf Anfrage.

Wenn das nach eurem Fall klingt

Alle technischen Angaben, die Einsatzorte und das Lizenzmodell stehen ausführlich auf der Seite Integration & Lizenzierung. Wer lieber gleich über den eigenen Fall spricht: ein paar Sätze über das System und die Zeichnungen genügen für den Anfang — hier entlang zum Kontaktformular. Auch dann, wenn StampKit für euren Fall am Ende nicht das Richtige ist, sagen wir das lieber früh als spät.

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